Zum Inhalt springen

Lüftung mit Wärmerückgewinnung: für wen sie sich lohnt – und warum nach dem Fenstertausch

Lüftung mit Wärmerückgewinnung: für wen sie sich lohnt – und warum nach dem Fenstertausch

Der häufigste Anruf zum Thema Lüftung beginnt so: „Wir haben die Fenster getauscht, und seitdem beschlägt alles." Das ist kein Zufall – und nicht die Schuld der Fenster.

Was sich nach dem Fenstertausch ändert

Alte Fenster waren dauerhaft undicht: Durch die Fugen kam frische Luft herein und Feuchte hinaus. Das war Verschwendung, aber es „lüftete". Moderne, dichte Fenster beenden das – und ab dann bleibt jede Feuchte im Haus, die durch Kochen, Duschen, Waschen, Trocknen und die Bewohner selbst entsteht.

Eine vierköpfige Familie gibt täglich mehrere Liter Wasserdampf an die Luft ab. Ohne Weg nach draußen geht dieser an zwei Orte: in die Raumluft und an die kälteste Oberfläche – Fensterlaibung, Außenecken, Wand hinter dem Möbel. Dort entsteht der Schimmelfleck.

Warum Fensteröffnen nicht reicht

Es würde reichen, wenn jemand vier- bis fünfmal täglich in jedem Raum einige Minuten quer lüftete – auch im Winter, auch während der Arbeitszeit, auch nachts. In der Praxis passiert das nicht. Und wenn doch, entweicht ein Großteil der Wärme.

Das zweite, weniger sichtbare Problem ist Kohlendioxid. In einem geschlossenen Schlafzimmer kann bis zum Morgen ein CO₂-Gehalt entstehen, der Schlafqualität und Konzentration messbar verschlechtert. Feuchte sieht man am Fenster, CO₂ nicht – nur als Müdigkeit.

Was die Wärmerückgewinnung leistet

Die Anlage tauscht die Luft kontinuierlich: Verbrauchte Luft wird aus Nassräumen und Küche abgesaugt, frische Luft in die Wohnräume eingebracht. Beide Ströme laufen durch einen Wärmetauscher, in dem die Abluft ihre Wärme an die Zuluft abgibt, ohne sich zu vermischen.

So kommt im Winter keine 0-Grad-Luft in den Raum, sondern annähernd raumwarme. Die Wärme bleibt im Haus, Feuchte und CO₂ gehen hinaus. Der Filter hält zudem einen großen Teil von Staub und Pollen zurück – für Allergiker oft das Hauptargument.

Für wen es sich lohnt

  • Im Neubau praktisch Standard: Bei heutigen Dichtheitsanforderungen ist gute Raumluft ohne mechanische Lüftung kaum zu halten.
  • Bei Sanierung nach Fenstertausch, besonders wenn schon Feuchte oder Schimmel auftreten.
  • Bei Allergien oder Atemwegsbeschwerden in der Familie.
  • Wo Ruhe zählt: An lauter Straße bedeutet Lüften kein Fensteröffnen.

Was vorab zu klären ist

Eine zentrale Anlage benötigt Luftkanäle, deshalb sollte die Planung so früh wie möglich beginnen – im Neubau vor dem Rohbau, bei der Sanierung bei der Planung von Abhangdecken und Belägen. Nachträglich ist es möglich, aber mit mehr Kompromissen.

Die Pläne erstellt Kálmán Németh, Gebäudeenergetiker und Geschäftsführer der Németh Légtechnika Kft., nach persönlicher Beratung und unter Berücksichtigung der Gebäudeeigenschaften und der Energiestandards.

Und ein wichtiges Detail: Die Anlage braucht einen Filterwechsel, in der Regel ein- bis zweimal jährlich. Das ist günstig und schnell, aber nicht verzichtbar.

Mehr zur Lüftung oder kostenlose Aufnahme anfordern.

Kostenlose Aufnahme, unverbindliches Angebot

Ich komme vorbei, sehe mir alles an und erstelle mehrere Angebotsvarianten – damit du die Kosten kennst, bevor du entscheidest.