Wohin mit dem Außengerät? Eine Entscheidung, die dich Jahre begleitet
Bei der Aufnahme fällt am häufigsten der Satz: „Hauptsache, man sieht es nicht." Verständlich – doch der Standort des Außengeräts ist mindestens ebenso eine technische wie eine optische Frage, und nachträglich zu ändern ist teuer.
Was das Gerät vom Standort bekommt
Das Außengerät arbeitet mit Luft: Es saugt sie an, entzieht ihr Wärme (beim Heizen) oder gibt Wärme ab (beim Kühlen) und bläst sie aus. Gelangt die ausgeblasene Luft zurück zur Ansaugseite, verarbeitet das Gerät seine eigene „verbrauchte" Luft – ein Kurzschluss, der die Effizienz spürbar verschlechtert.
Deshalb braucht es Freiraum: vor der Ausblasseite mindestens einen Meter, an Ansaug- und Serviceseite genug Platz zum Arbeiten. In einem engen Lichtschacht, zwischen zwei Wänden eingeklemmt oder hinter dichtem Bewuchs versteckt arbeitet die Anlage dauerhaft schlechter.
Im Heizbetrieb entscheidet die Abtauung
Im Winter bildet sich Reif auf dem Außenwärmetauscher, den das Gerät regelmäßig abtaut. Das dabei entstehende Wasser läuft ab – tropft es direkt vor die Haustür, über den Gehweg oder auf eine Treppe, entsteht bei Frost eine Eisfläche. Das gehört eingeplant: mit Kondensatableitung oder schlicht mit einem anderen Standort.
Aus demselben Grund ist die direkte Aufstellung auf dem Boden ungünstig: Angesammelter Schnee kann die untere Ansaugung verschließen. Eine Konsole oder ein Betonsockel erspart viel Ärger.
Sonne, Wind, Regen
Im Sommer saugt ein in der prallen Sonne stehendes Gerät wärmere Luft an und verbraucht mehr – eine schattige oder nach Norden gerichtete Wand ist dann im Vorteil. Da die sommerliche Kühllast meist die größere Belastung ist, ist der schattige Platz in der Regel besser – aber niemals eine geschlossene Verkleidung, denn die stoppt auch die Luftführung.
Geräusch und Nachbarschaft
Heutige Geräte sind leise, aber nicht lautlos – und man hört sie zur ungünstigsten Zeit: nachts. Zwei Punkte helfen: nicht unter das Schlafzimmerfenster und möglichst nicht direkt an die Grundstücksgrenze, und die Ausblasrichtung nicht zur Nachbarterrasse. Die meisten Geräte haben einen Silent-Modus, der nachts sinnvoll ist.
Auch die Leitungslänge zählt
Die Leitung zwischen Innen- und Außengerät ist begrenzt, und mit jedem Meter geht etwas Leistung verloren. Hersteller geben maximale Leitungslänge und Höhendifferenz an – ab einer gewissen Länge muss zusätzlich Kältemittel ergänzt werden.
Kurz gefasst
- Freie Luftführung, besonders vor der Ausblasseite
- Kein Tropfwasser über Eingang, Gehweg oder Treppe
- Erhöht aufstellen, wo Schnee zu erwarten ist
- Schatten ja, geschlossener Kasten nein
- Nicht neben Schlafzimmerfenster oder Grundstücksgrenze
- Möglichst kurze Leitungsführung
Bei der Aufnahme gehen wir das vor Ort durch. Kostenlose Aufnahme anfordern.